-Die wilden Fellpopel

 

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Das Zwerghamster-Heim


Woher komme ich?

"Der Hamster hat seinen Ursprung in den Wüsten von Syrien."


Schön für den Hamster, aber ich bin natürlich ein Dsungarischer Zwerghamster!

 

Ich stamme aus den Gebieten der Balkanländer. Und mein Urspung reicht von Griechenland nach Osten bis hin zur Mongolei.
Da ist natürlich viel Steppe und Halbwüste zu finden. Dementsprechend war und ist das Leben eines kleinen Dsungaren beschwerlich...

"Aber wie komme ich dann in die Schauvitrine des Zoohandels?"


Ganz einfach: Der allgemeine Hamster wurde zuerst in Israel und Großbritanien gehalten und gezüchtet. Von da aus sind meine Vorfahren als Haustiere nach Europa und nach Amerika gebracht worden.  Mittlerweile kann man schon einige Arten im Zoohandel, im Internet oder von Züchtern käuflich erwerben.

"Welches Nagerheim ist denn nun richtig?"


Es gibt im allgemeinen mehrere Varianten, dem Hamster ein geeignetes Heim zu bieten.
Im Zoohandel gibt es mehrere Typen zur Auswahl:
-der allgemeine Gitterkäfig:

 

-der Gitterkäfig mit Ebenen:

 


-Vogelvolieren:

 

 


-Vogelvolieren mit Ebenen:

 

 


-Aquarien/ Terrarien nach oben offen:

 

 


-Aquarien/ Terrarien nach oben offen mit Gitteraufsatz:

 

 


-Terrarien zur Seite offen:

 

 


-Teilplastikkäfig, oben mit Gitter öffnen:

 

 


-Teilplastikkäfig, mit Ebenen, oben mit Gitter zu öffnen
-Vollplastikkäfig, mit Zusatzteilen:

 

 



Desweiteren gibt es dann noch die Möglichkeit einen Schrank so umzufunktionieren, dass er als Nagerheim auch für Zwerghamster geeignet ist.

 

 


 

Allerdings muss hier sehr sorgfältig gearbeitet werden, damit der kleine Ausbruchskünstler nicht entwischen kann.

Aber bei allen hier genannten Möglichkeiten gilt wieder die Faustregel: 1 Zwerghamster = min. 80x50x50 cm/ 2+... Zwerghamster = min. 50x50x50 cm pro Tier (bei 2 also 100x50x50 cm)!

"Wie das Nagerheim einrichten?"


Will man einem Zwerghamster ein ordentliches zu Hause bieten, sollte man sich vorher genau über seinen Ursprünglichen Lebensraum informieren.
Fast alle Hamster- und Zwerghamsterarten leben in trockenen Wüsten- und Steppengebieten und ziehen sich zum Schutz vor Raubtieren und Hitze am Tage in bis zu 1m tiefe Bauten zurück.
Der Standort:
Wenn ein Zwerghamster tagsüber nicht ausreichend Schlaf bekommt, verkürzt dies sein Leben ungemein, deswegen sollte er an einem ruhigen Platz stehen und nich im Kinderzimmer. Auch darf keine starke Zugluft herrschen, wenn der Hamster in einem Gitterkäfig lebt. Sollte er in einem Terrarium sitzen, dann ist er eigentlich ganz gut geschützt.
Aber egal in welcher Heimart er lebt: Niemals den Käfig oder das Terrarium der prallen Somme aussetzen, denn dann wird es dem Hamster schnell zu heiß und ihr könnt ihn vorgegart beerdigen.
Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte ausserdem so mindestens 30% bis maximal 60% liegen.
Auch die Küche ist kein geeigneter Stadtort, denn giftige Gerüche von Zwiebeln und Knoblauch schädigen die Atemwege des Hamsters.
Auch sollte das Nagerheim erhöht stehen, da der Hamster gerna alles, was um ihn herum passiert im Blick hat, denn viele Feinde der Zwerghamster schlagen von oben zu, da ist eine ausgedientes Aquarium natürlich im Nachteil (will man da den Hamster von oben fassen ist er weg" Deswegen an einer vom Hamster entfernten Seite ins Becken greifen und sich dem Hamster langsam nähern. Das klappt bei mir eigentlich ganz dufte!)
Auch kann das Heim des Hamsters an einer etwas dunkleren Stelle der Wohnung stehen, was den Kleinen veranlassen könnte, seine Nase in die vermeintliche "Dämmerung" raus zu strecken... ...
Die Einstreu:
Höhe der Einstreu:
Manche sagen, dass etwa 3 cm Einstreu genügen (das sind dann wohl die Sparsammen...;D ) und wieder andere sprechen dann mindestens von 8 cm Einstreu (und diese sind dann die Verschwender???).
Es gibt kein einheitliches Maß für die höhe der Einstreu und mein Frauchen macht das immer von der Art der Einstreu abhängig und vom Charakter des Zwerghamsters. Hat man Sand als Haupteinstreu, dann wirkt dieser besser mit etwa 4- 6 cm. Sind es Späne, dann kommt der nach ansicht meines Frauchens eher zwischen 2- 5 cm sehr gut zur Wirkung. Aber das sollte jeder Selbst bestimmen.
Mir persönlich gefallen auch ganz gut Mischungen, z.B. von Sand und Spänen. Da kann man zwar richtig gut buddeln, aber da nehmen die Späne den Urin gut auf. Will man dann reine machen, dann siebt man die Späne heraus und macht neue rein...(reicht dann je nach Pipiattacke bis zu zwei Wochen, danach muss er aber komplett gewechselt werden!!!)

Allerdings sollte bei Erde als Hauptstreu nie die 8 cm- Marke überschritten werden, da der Hamster dann kaum mehr beobachtet werden kann!
 
Hier noch mal die Streuarten:
-Also das gängigste ist ja wirklich das Holzspänchen, dass es gepresst und abgepackt in mehreren Preisklassen zu erwerben gibt.

Viele Marken gibt es und sogar in Billigdiscountern findet man des Bodeninhalt für den Käfig. Doch sollte man hier gut aufpassen: Feinstaub ist immer da, ob nun im billigen oder teueren Streu. Dieser Holzstaub reizt die Augen des buddelnden Tierchens und kann zu Entzündungen bis hin zum Erblinden führen, worüber sich der Tierarzt bei einem Besuch besonders freut, wenn der Knilch nicht handzahm ist. Mein Frauchen nimmt immer ein Sieb und rüttelt das Streu richtig durch ehe sie es in das Terrarium gibt.  
-Waldbobeneinstreu gibt es jetzt auch schon und ist häufig nichts anderes als Rindenmulch oder gröbere Nolzspänchen...

 

...das ist sicherlich zierend für die Behausung, aber ist mal gar nicht zum Buddeln geeignet, da muss dann auch eine extra Buddelecke her.
-Katzenstreu ist so eine Sache: solange es kein Granulat ist, sondern diese Pellets geht das auch noch in Ordnung.

Diese Dinger saugen schnell den Urin auf und man sieht auch wo häufiger gepinkelt wird. Allerdings lauft ihr auch nicht gerne barfus über spitze Steinwege... oder Buddelt im Kies herum. Dann ist es häufiger auch noch teurer!
-Stroh:

 

Es raschelt schön, aber der Zwerghamster ist dann kaum noch zu sehen. Ausserdem fängt es schnell an zu stinken, da es nicht sofort den Urin auffängt. Nicht zuletzt sind da auch Stabpartikel oder sogar kleine Krabbeltierchen enthalten. In einer Buddelbox ist es allerding eine gelunge Abwechslung. Ach, und Hamster fressen kein Stroh...
-Heu:


IST KEIN EINSTREU!!!!!!!! Es fängt superschnell an zu riechen oder stinken und es schimmelt, sobald es mit Feuchtigkeit konfrontiert wird. Allerdings freut sich ein Hamster oder Zwerg immer über Heu, denn es ist gutes Material um sein Bett auszustatten oder mal dran zu knabbern.
Heu sollte aber immer in einer Form für den Hamster zugänglich sein, denn er braucht die Rohfasern für die Verdauung und ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die ständig nachwachsenden Zähne der Nager abmahlen werden. Das erspart einen unangenehmen Besuch beim Tierarzt und hält das Tieren auch gesund.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass es angenehm nach Wiese riecht und eine satte grüne Farbe hat. Riecht es muffig ist Feuchtigkeit an das trockene Gras gelangt. Ist es gelblich verfärbt, dann ist es nährstoffarm und nicht zu empfehlen. Auch sollten Kräuter enthalten sein, die den Mineral- und Nährstoffgehalt erweitern und oft heilenge Wirkungen haben, wie etwa Kamille. Diese Kräuter riechen vor allem auch für Mensch und Tier sehr angenehm. ABER auch hier GILT: Es darf kein Staub enthalten sein. ALso vorher gut durchlüften und aufbauschen, damit ist dem Hamster schon mal gut geholfen.
Als guter Ersatz für Heu sind Heupellets, die im Handel erhältlich sind.
-Vogelsand ist aufgrund seiner zu feinen Körnung selten geeignet, um den Heimboden ganz auszufüllen.

 

Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass dieser dann nicht mit Grit oder Anisöl vesetzt ist, denn der Grit fügt Ihnen und dem Hamster machmal mehr Schaden zu und die ätherischen Öle von Anis sind GIFT FÜR HAMSTERLUNGEN und reizen zusätzlich Augen und Schleimhäute. Aber in einer kleinen Badeschale wird gesiebter Vogelsand ohne Anis von mir sehr gerne als Badewanne benutzt, in der ich mich genüsslich suhlen kann.
Aber Sand ist nicht saugfähig, sodass sich nicht selten schon nach ein paar Stunden erster Geruch bildet.
-Chinchillasand

 

ist eigentlich hervorragend als Streu geeignet, denn er ist gröber als Vogelsand und hat weder Anis noch Grit intus. Allerdings ist dieser im Zoohandel nur teuer zu erwerben...schade!

EIN SCHÄLCHEN MIT FEINEM SAND GEHÖRT IN JEDES NAGERHEIM, DENN DIE NAGER NUTZEN DIES HÄUFIG ALS BADEWANNE UND ES GEHÖRT ZUR FELLPFLEGE GANAUSO DAZU, WIE BEI UNS WASSER UND SEIFE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

-Eine günstige Variante ist da natürlich der Sand aus der Buddelkiste:

 

kostet nichts, sieht natürlich aus und ist... häufig mit Unrat wie etwa Zigarettenstummel, Kaugummis oder ähnlichem vermischt. Dies kann man natürlich alles entfernen, aber was ist mit dem, was man nicht sehen oder heraussieben kann? Bakterien, Milben und anderes tummelt sich in Unmengen im Sand. Häufig sind wir Zwerge kaum mit Bakterien oder Viren konfrontiert und in sauberen Aufzuchten großgezogen worden, dass schnell ein Bakterium zur Krankheit führen kann und in den extremsten Fällen schnell zum Tod führen kann. Drum GILT: Man kann den Sand zwar verwenden, aber man SOLLTE IHN UNBEDINGT im Ofen bei sehr hoher Hitze eine oder mehrere Stunden "durchbacken" und dann abkühlen lassen. Wer ganz sicher gehen will, kann die Prozedur des Backens einmal oder mehrmals wiederholen.
-Ein großer Bruder vom Sand ist ja der Feinkies(Durchmesser bis 6mm )

 

oder Grobkies (Durchmesser ab 6mm ).


Dieser eignet sich nur geringfügig als EInstreu, allerdings ist er hervorragend um die Krallen an den Füßen abzunutzen. In kleinen Schalen darf der also durchaus mal angeboten, aber keinesfalls als reiner Eintreu verwendet werden.
-Und dann ist da noch die Erde.

 

Diese ist genau wie der Sand aus der Buddelkiste durchaus geeignet und ab der Höhe von fünf Zentimetern sehr gut zum Buddeln geeignet. Allerdings ist dann das Gewicht des Heimes kaum mehr tragbar. Zum anderen ist dann der Hamster, bei zu hoher Streulage, nur noch selten zu sehen, denn er gräbt Gänge und Höhlen und bleibt da unten bis zum Einbruch der Nacht.

Die Einrichtung des Nagerheimes:
Hierbei ist dem Menschen nur eine Grenze gesetzt!


Es sollten in der einfachsten Ausstattung folgendes beinhaltet sein:

-ein standfester schwerer Futternapf für Körnerfutter,
(-ein standfester schwerer Futternapf für Frischfutter,)
-eine fest montierte Trinkflasche mit frischem Wasser,
-eine Schalle mit sauberem Chinchilla- oder Vogelsand (ohne Anis und Grit),
-eine Versteckmöglichkeit (pro Tier),
-eine Klettermöglichkeit (pro Tier).
Diese Angabe ist wirklich das Mindestmaß an Nagerkomfort, dem man seinem Tierchen bieten sollte. Alternativ kann man den zweiten Napf ind Klammern noch weg lassen, aber dann ist wirklich Schluss. Wer nicht mindestens das seinem Hamster bietet, der gehört eingesperrt.

Nach oben hin ist die Ausstattung noch mit vielen anderen Dingen möglich, die NICHT aus Plastik bestehen, so kann zum Beispiel eine noch nie benutzte Teelichtlampe als Häuschen dienen und je der Jahreszeit angepasst werden oder man macht aus Pappmache und einem Luftballon eine Schlafhöhle. Gern gesehen und billig zu erwerben sind auch immer allerlei Tunnel und Röhren (Toilettenpapier-, Küchenpapier-, Papier-, Teppichpapprollen,Tonrohre, Tontöpfe, gerollte Birkenrinden, ... ...), Flechtware wie Körbchen oder Schalen, Astgabeln, Äste mit Löchern drinnen, Obstäste mit Blättern dran... ... ...
Dem Gestaltungswahn unserer Menschen ist da wirklich keine Grenze gesetzt!!!
Was wir auch toll finden, besonders in der kälteren Jahreszeit sind allerlei Nistmaterialien, die ihr nicht extra kaufen müsst: uns reichen Heu, Stroh, unparfümierte Taschentücher, Küchenkrepp, biologisches Zeitungspapier der normalen Tageszeitung, Toilettenpapier und was besonders gut ankommt sind Tierhaare. Mein Frauchen gibt uns immer nach dem Komplettputz ein wenig abgeworfenes Fell ihrer Huskymixhündin. Das riecht immer so aufregend und nie gleich und sit so spuer toll weich. Warum da noch Hamsterwatte oder Baumwolle kaufen. Und auch gegen ausgediente Waschlappen oder kleine Tücher haben wir nichts... :D
Auch mögen wir sehr alles was raschelt, wie etwa trockenes Laub oder so.
Als Haus können auch folgende Dinge dienen:
-Pappkartons,
-alte Tassen,
-Töpfe (Ecke reinschlagen und Kanten rund feilen),
-Tee- oder Kaffeekannen,
-Wasserkessel mit Deckel,
-ausgehöhlte Kokosnussschalen oder Kokosnussfiguren,
-Duftlampen mit großem Teelichloch,
-Holz- und Keramikschalen,
-alle Sorten von Bastkörben,
-allerlei ausgedientes Metall- oder Holzspielzeug (ohne spitze Kanten ... abfeilen!?)
-usw...

 




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